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Im Mai 2006 begann die Künstlergruppe zenit&nadir mit ihrer konzeptionellen Arbeit, Räume und ihre Umgebung zu bespielen. Die Verbindung von Bild und Sound stand dabei im Vordergrund.


Seit 2008 generiert das Team der freien Künstler die Bestandteile seiner Performances nicht nur aus am Veranstaltungsort gesammelten Bild- und Soundfragmenten, sondern auch aus geschichtlichen Ereignissen politischer und soziokultureller Natur, die in unmittelbarer Verbindung zum Auftrittsort stehen. Im Bewusstsein, dass Betroffenheit am ehesten mit dem räumlich Naheliegenden erzeugt wird, veranlassen zenit&nadir den Zuschauer dazu, Geschichte auch mit ihren Schattenseiten zu lokalisieren und Ereignisse, die aus der Ferne betrachtet, harmlos erscheinen, mit Landschaften, Handlungsorten, Personen oder seinem eigenen ganz persönlichen Umfeld zu verbinden. Sie hoffen dadurch, den Blick des Zuschauers für die Orte zu schärfen, an denen sich das Anhalten und Innehalten lohnen. Die Vergangenheit kann uns die Augen für die Gegenwart und Zukunft öffnen.


Stück für Stück setzen zenit&nadir den Ort während des Auftritts auf einer Reise vorbei an den Ecken und Kanten des Umfelds, mit Hilfe von Bewegung, Fotografie, Geräuschen, Musik, Poesie, Sprache, Tanz, Text und Video frei interpretiert wieder neu zusammen. Die Wahl der akustischen sowie visuellen Stilmittel hängt vom jeweiligen Thema und Auftrittsort ab.


Durch dieses Konzept wird jeder Auftritt einzigartig, da jeder Ort, den die Künstler bespielen, unweigerlich mit der Geschichte verwoben ist und bei ihren Auftritten stets ortsbezogenes Sound- und Bildmaterial mit einfließt.

Darüber hinaus bleibt zenit&nadir seinem Grundkonzept treu und tritt auch weiterhin in freiem, experimentellem und abstraktem Kontext auf

 

zenit&nadir | visual sound performance

Aleksandar Nesic
Alexandra Mahnke

zenit & nadir - visual sound performance - stuttgart